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Neue Arbeitswelten

Kompetenzen werden neu definiert

Was macht erfolgreiche Führungskräfte dann noch aus? 

 

Unsere Beratung ist derzeit geprägt durch neue Fragen seitens der Führungskräfte:

  • Wie zunehmende Transparenz ermöglichen?
  • Wie bei zunehmender Komplexität noch gute Entscheidungen treffen?
  • Wie bei zunehmenden Aufgaben und Projekten noch in Balance bleiben?
  • Alle reden von Verantwortung delegieren, aber was tun, wenn Teams oder Einzelne noch nicht bereit sein?
  • Wie bei zunehmender Projektarbeit noch einen Teamgeist entwickeln?
  • Wie Generationsdifferenzen am Arbeitsplatz glätten?

Das sind vielleicht 20 Prozent der Fragen, mit denen wir täglich arbeiten mit unseren Kunden.

Die Rolle und Identität der Führungskraft verändern sich gerade vom

  • allwissenden Anführer zum Moderator der Lösungsfindung,
  • Aufgabenverteiler zum Sinnstifter,
  • Bestimmer zum Ermöglicher,
  • Kommandeur zum Coach.

Soziale und emotionale Kompetenzen haben daher mehr Relevanz denn je. Klarheit über sich selbst und den eigenen Wirkkreis, ein gesundes (kein aufgesetztes) Selbstbewusstsein und Gelassenheit sowie ein angemessenes Maß an  psychologischen Know-how für den „richtigen“  und vor allem individuellen Umgang mit Mitarbeitern zählen derzeit zu den gefragten Führungseigenschaften. One-size-fits-all-Führen ist Schnee von gestern.

 

Dafür benötigen Führungsverantwortliche einen vertrauensvollen Raum und einen Sparrings-Partner, ein empathischer und reflektierender Zuhörer, vielseitig in den Kompetenzen, erfahren mit dem ständigen Wandel, sattelfest in den Interventionsmethoden.

 

Sich der eigenen Sinnhaftigkeit des Tuns, der Werte und Motive bewußt werden oder entwickeln sind der Ausgangspunkt auf der Reise, die eigene Führungspersönlichkeit, zu reflektieren, zu entwickeln, potentielles Neuland zu betreten. Gerade und nicht nur für erfahrene Führungskräfte. Das was früher richtig war, stellen heute Mitarbeiter in Frage.

 

Wie steht es um Ihre Selbstklarheit, Glaubwürdigkeit, Berechenbarkeit und Vertrauenswürdigkeit? Wie gut gelingt es Ihnen in der neuen Welt der Komplexität sinnvolle Netzwerke zu pflegen und nicht in der Tagesarbeit zu versinken, in Teams eine Atmosphäre von Wertschätzung und Anerkennung bei gleichzeitiger Zielorientierung. Mitarbeiter erwarten heute mehr denn je Sinnhaftigkeit, zukunftsfähige Visionen, Berechenbarkeit und Verbindlichkeit.

Wenn es Ihnen gelingt, Beziehungen am Arbeitsplatz neu zu gestalten, eine bewusste Vorbildrolle zu leben und ihre Mitarbeiter zu fördern und Verantwortung zu übertragen, wie es den jeweiligen Kompetenzen entspricht, attraktive Visionen zu vermitteln und den konstruktiven Rahmen der Zusammenarbeit zu bieten, sind Sie bestens unterwegs.

Dann können Sie in aller Ruhe der neuen Arbeitswelt mit all ihren Herausforderungen entgegenschauen. Weiter so!

Neue Arbeitswelten2019-11-04T09:19:00+00:00

Resilienz-Kultur: Über Stand-by und Burn-out

Besser, größer, profitabler – erfolgreiche Unternehmen verfügen über viele Gemeinsamkeiten, zum Beispiel über ihre Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit, Flexibilität mit denen sie sich am Markt behaupten. Die Konkurrenz schläft ja schließlich nicht. Schlaflos fühlt sich auch so manche Führungskraft, die unter subjektiv unrealistisch Zielvorgaben, permanenten Zeit- und Erfolgsdruck leidet. Schon heute schlägt die WHO über die steigende Anzahl psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz Alarm. Gefordert sind deshalb Präventionsprogramme direkt am Arbeitsplatz. Wer es schafft, eine Resilienz-Kultur konsequent im Unternehmen zu verankern, vermittelt seinen Führungskräften persönliche Kompetenzen wie Stressresistenz, Selbstvertrauen, Zuversicht gegenüber Veränderungen, empathische Kommunikationskompetenz, Beziehungs- und Handlungsfähigkeit, Erkennen von Prioritäten und Grenzen u.v.m. Die Förderung der Resilienz bedeutet immer auch persönliche Entwicklung und Einstellungsmodulation. Es ist das, was Victor Frankl als Grundfrage erklärte: Wie verhalte ich mich zu etwas? Wie ist meine Einstellung dazu?

Führungskräfte sind das Bindeglied zwischen Unternehmensführung und Teams. Sie haben Vorbildcharakter und damit wesentlichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit ihrer Teams. Gestresste Führungskräfte kommunizieren schlechter, verursachen Reibungsverluste, killen Motivation und führen zur inneren Kündigung. Diese Art von psychosozialem Stress kostet nicht nur Geld, sondern kratzt auch an der Wertschöpfung. Resiliente Führungskräfte bringen auch im größten Stress ihre PS auch auf die Straße, können Wesentliches von Unwichtigem trennen, handeln und entscheiden konsequent, inspirieren und führen verantwortungsvoll. In meinen firmeninternen Coachings mache ich immer wieder die Erfahrung, dass die Führungskräfte am gesündesten sind, die in einer Balance stehen zwischen Selbstmanagement und Mitarbeiterführung, Kopf und Bauch, Werte und Gewinnmaximierung um jeden Preis, zwischen der Entscheidung von Unternehmen und Unterlassen stehen.

Resilienz ist das Vertrauen in die eigene Kompetenz, ist das Vertrauen in sein soziales Umfeld – und beides ist vermittelbar und trainierbar – für Einzelpersonen, Teams oder ganze Organisationen. Alles eine Frage der inneren Einstellung (Wie verhalte ich mich zu?) und der Bereitschaft des Lernens. Und einer Entscheidung dazu.

Hintergrundwissen:

Während der Krankenstand dank Vorsorgeprogramme die letzten zehn Jahre kontinuierlich um etwa 30 Prozent gesunken ist, stiegen in gleichem Maße die Fehlzeiten wegen psychischer Krankheiten. Was häufig harmlos beginnt mit Leistungsblockaden, Konzentrationsschwächen, permanente Müdigkeit endet zunehmen in Krankheitsbildern wie  Burnout, chronische Erschöpfung, temporäre Depressionen – und kostet Unternehmen jährlich Millionen an Wertschöpfung. Ursachen dafür gibt es viele und diese sind auch bekannt. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Betriebskrankenkassen (BKK) vom Herbst 2011 glauben 84 Prozent der Arbeitnehmer, auch außerhalb ihrer Arbeitszeiten für Kunden, Kollegen und Vorgesetzte erreichbar sein zu müssen. Die Hälfte der Befragten gab an, jederzeit auf „stand-by“ zu stehen. Die Studie ergab zudem, dass 46 Prozent der Befragten keine geregelte Fünf-Tage-Woche haben, sondern auch am Wochenende bzw. in Schicht- oder Nachtarbeit tätig sind. Zehn Prozent der Befragten leiden deswegen unter regelmäßigen Schlafstörungen. Befragt wurden 2.322 Berufstätige im Alter zwischen 18 und 65 Jahren.

 

Resilienz-Kultur: Über Stand-by und Burn-out2019-11-05T11:24:28+00:00

Keine Zeit für Führung?

„Wer seine Mitarbeiter behalten will, muss zur emotional intelligenten Organisation heranreifen, denn die Leute trennen sich nicht von einem Unternehmen, sondern nur von schlechten Chefs.“

(Daniel Goleman in Emotionale Führung)

 

Die Anforderungen an Führungskräfte steigen stetig, ebenso das Tagesgeschäft sowie der Verwaltungs- und Bürokratieaufwand. Verhältnismäßig wenig Zeit bleibt den Führungsteams für ihre eigentliche Kernaufgabe – das Führen von Teams. Die Fakten sind alarmierend – nicht einmal 10% der Arbeitszeit verwenden Geschäftsführer, laut einer Studie von „Horvàth & Partner“  für die Mitarbeiterentwicklung. Eine Führungskraft, die dermaßen ihre Führungsaufgaben vernachlässigt ist keine Führungskraft, sondern ein hochbezahlter Manager.

Mangelnde Führung empfinden auch Mitarbeiter. Eine Auswertung der Techniker Krankenkasse verdeutlicht, dass mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer Termindruck und Hetze als Hauptursache für Stress angeben, gefolgt von Informationsflut, ständiger Erreichbarkeit und ungenauen Anweisungen und Vorgaben. Multitasking ist gefragt. Die Folge: Andauernde Leistungsblockaden, sinkende Motivation, innere Kündigung. Effizientes, wertschöpfendes Arbeiten ist unter diesen Umständen kaum möglich. Dabei kommt in Zeiten zunehmenden Konkurrenzdruckes und zusammenwachsender Märkte dem Ausbildungsstand und den Fähigkeiten von Führungskräften ein ganz besonderer Stellenwert zu. Die Qualität der Mitarbeiterausbildung und deren Motivation innerhalb einer positiven empfunden Firmenkultur ist einer dieser entscheidenden Faktoren! Denn erfolgreiche und herausragende Mitarbeiter machen Unternehmen erfolgreich. Oder anders gesagt: zufriedene Mitarbeiter schaffen zufriedene Kunden.

Führen heißt in erster Linie sich selbst führen, sich seiner Führungsaufgabe bewusst werden und die richtigen Prioritäten zu setzen, statt sich in delegierbaren Routine-Aufgaben zu verlieren. Führung schafft Rahmenbedingungen unter denen gute Arbeit geleistet werden kann. Der Führung, dem Führungsstil, dem Führungsverhalten kommt somit eine wesentliche Bedeutung zu. Was jedoch tun, wenn Führungskräfte selbst schon überfordert sind, wenn zwischen Zielvorgaben, Erfolgsdruck, Terminhetze, wenig Zeit für Privatleben und Hobbies bleiben? Frühindikatoren wie beispielsweise ständige Müdigkeit, überreizte Reaktionen gegenüber Mitarbeitern oder dauernde Antriebsschwäche warnen vor dem, was sich unausweichliche entwickelt: Chronische Erschöpfung oder Burn-Out, deren Folgen Unternehmen im Jahr Millionen kosten. Laut dem Bundesministerium für Arbeit ist die Zahl der Krankheitstage aufgrund psychischer Erkrankungen drastisch gestiegen und erreicht mit 53,5 Millionen Fehltagen in 2010 einen alarmierenden Höchststand (2001: 33,6 Mio).

So ist es kein Wunder, dass knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen präventiv externe Unterstützung zur Stabilisierung von Person, Persönlichkeit und Arbeitskraft bieten. Führung benötigt nicht nur Methodik, sondern auch eine gewisse emotionale Stabilität und Resilienz für Ausnahmesituationen und vor allem die Entwicklung der kommunikativen Kompetenz. Gute Führung benötigt Zeit, für die Führungskraft selbst als auch für die ihr anvertrauten Mitarbeiter. Dann sind hervorragende Führungskräfte auch von heraussagenden Teams umgeben, Grenzsituationen werden souverän und gelassen gemeistert. Resiliente Führungskräfte haben nicht weniger Probleme und Störungen, sie können sich jedoch besser darauf vorbereiten und damit umgehen. In Workshops und Einzel-Coachings ist es möglich, dauerhaft Resilienz zu entwickeln – und alle Beteiligten gewinnen.

Keine Zeit für Führung?2019-08-21T14:24:06+00:00
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